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Hinweise gemäß Teledienstgesetz (Elektronisches Geschäftsverkehr-Gesetz)


Freiberuflicher Künstler

Herbert Pohl

Sonnenblumenweg 8

88339  Bad Waldsee

Fon:    07524 - 401190

Fax:     07524 - 401191

Mail:     pohl_herbert@t-online.de


Alle Rechte vorbehalten.

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Ihre Weitergabe, Veränderung, gewerbliche Nutzung oder Verwendung in anderen Websites oder Medien ist nicht gestattet.
Rechtsverstöße werden rechtlich verfolgt.

Ich weise weiter darauf hin, dass meine Tätigkeit als freiberuflicher Künstler gem. § 18 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz (EStG) keiner gewerblichen Anmeldung bedarf. Aus diesem Grund sehen Sie hier auch keine Eintragsnummer aus dem Handelsregister etc...    

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Gewerbetreibend oder freiberuflich?

Eine Abgrenzung zwischen gewerblichen und freiberuflichen Unternehmen ist aus mehreren Gründen erforderlich. So stellt sich aus steuerrechtlicher Sicht die Frage, ob das Unternehmen Gewerbesteuer zu zahlen hat oder erst gar nicht der Gewerbesteuerpflicht unterfällt. Das Vorliegen der objektiven Gewerbesteuerpflicht ist eine Voraussetzung der IHK-Pflichtmitgliedschaft. Selbständig sind sowohl Gewerbetreibende als auch Freiberufler. Nicht jeder Selbständige ist jedoch Freiberufler. Die Gesetze enthalten keine Definition des Begriffs Gewerbe. Nach allgemeiner und anerkannter Auffassung stellt ein Gewerbe jede erlaubte, auf Gewinnerzielung, auf Dauer angelegte und selbständige Tätigkeit dar. Ein Gewerbe liegt demnach bei Vorliegen der folgenden Merkmale vor:

Selbständigkeit

Selbständig ist, wer weisungsfrei (persönliche und sachliche Unabhängigkeit) auf eigene Rechnung, im eigenen Namen und auf eigenes wirtschaftliches Risiko handelt. Ein Selbständiger trägt Unternehmerchancen und -risiken (Gewinn und Verlust). Wer dagegen unter Leitung eines Arbeitgebers tätig wird oder in den Betrieb eingegliedert und verpflichtet ist, den Weisungen des Arbeitgebers zu folgen, ohne ein Unternehmerrisiko zu tragen, ist Arbeitnehmer. Abgrenzungsschwierigkeiten treten im Bereich der Scheinselbständigen und der arbeitnehmerähnlichen Selbständigen auf.

Gewinnerzielungsabsicht

Darunter wird das planmäßige Streben verstanden, mehr zu erwirtschaften als das, was zur Deckung der betrieblichen Kosten erforderlich ist. Die Absicht genügt; auf die tatsächliche Gewinnerzielung kommt es also nicht an. Auf die Gewinnverwendung kommt es ebenso wenig an. Die Gewinnerzielungsabsicht entfällt bei den Fällen der Gemeinnützigkeit.

Dauerhaftigkeit

Das Gewerbe muss mit einer gewissen Nachhaltigkeit, der sogenannten Wiederholungs- oder Fortsetzungsabsicht, betrieben werden. Die Fortsetzungsabsicht fehlt z. B. bei einmaligem Verkauf gebrauchter Gegenstände aus dem Privatvermögen. Dauerhaft ist dagegen die Saisontätigkeit.

Erlaubte Tätigkeit

Nicht zum Gewerbe zählen sog. "sozial missbilligte" Tätigkeiten, d.h. Handlungen die nicht im Einklang mit der Rechtsordnung stehen.

Sonstige Ausnahmen / Negativkatalog

Nicht zum Gewerbe zählt die sogenannte "Urproduktion", also Land- und Forstwirtschaft, Gärtnerei, Tierzucht, Fischerei usw.. Die Verwaltung eigenen Vermögens (Vermietung / Verpachtung) wird grundsätzlich auch nicht als gewerblich eingestuft. Ebenfalls nicht Gewerbetreibende sind Wissenschaftler, Künstler, Schriftsteller und Freiberufler wie Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Ingenieure, beratende Volks- oder Betriebswirte, Journalisten, Dolmetscher, etc.. Ausgenommen sind weiter der öffentliche Dienst und die hauswirtschaftliche Tätigkeit.

Freiberufler

Eine einheitliche Definition des Freien Berufes gibt es nicht. Im Gewerberecht spricht man von Freien Berufen bei der Ausübung "freier wissenschaftlicher, künstlerischer und schriftstellerischer Tätigkeiten höherer Art sowie persönlicher Dienstleistungen höherer Art, die eine höhere Bildung erfordern". Höhere Bildung bedeutet den Abschluss einer Hoch- oder Fachhochschule. Das Steuerrecht definiert in § 18 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz (EStG) die freiberufliche Tätigkeit als: "selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit". Außerdem werden beispielhaft einige "Katalogberufe" aufgezählt. Achtung. Im Sinne des EStG bedeutet Einkünfte aus selbständiger Arbeit, dass es sich um Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit handelt.

Zu den freiberuflich Tätigen gehören:

· Ärzte
· Zahnärzte
· Rechtsanwälte
· Notare
· Patentanwälte
· Vermessungsingenieure
· Ingenieure
· Architekten
· Handelschemiker
· Wirtschaftsprüfer
· Steuerberater
· beratende Volks- und Betriebswirte
· vereidigte Buchprüfer (vereidigte Bücherrevisoren)
· Steuerbevollmächtigte
· Heilpraktiker
· Dentisten
· Krankengymnasten
· Journalisten
· Bildberichterstatter
· Dolmetscher
· Übersetzer
· Lotsen
· Künstler
· und ähnliche Berufe.


Der gewerberechtliche und der steuerrechtliche Begriff des Freiberuflers sind nicht immer deckungsgleich. Dies kann zu unterschiedlichen Einordnungen führen, so kann z. B. ein und dieselbe Tätigkeit aus steuerrechtlicher Sicht freiberuflich sein, aus gewerberechtlicher Sicht jedoch gewerblich. Für die Gewerbeanmeldung ist allerdings nur der gewerberechtliche Gewerbebegriff maßgeblich.




Abgrenzung Gewerbetreibender und Freier Beruf

Die Abgrenzung ist oftmals schwierig, da zum Beispiel auch der freiberuflichen Tätigkeit in der Regel die Gewinnabsicht nicht fehlt. Viele Tätigkeiten fallen also sowohl unter die Merkmale der freiberuflichen Tätigkeit als auch unter die des Gewerbes.

In diesen Fällen ist das ausschlaggebende Entscheidungskriterium die geistige, schöpferische Arbeit, die bei einer freiberuflichen Tätigkeit im Vordergrund steht. Nach § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG gehören insbesondere zu der freiberuflichen Tätigkeit

-die selbstständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit,

-die selbstständige Berufstätigkeit der Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Rechtsanwälte, Notare, Patentanwälte, Vermessungsingenieure, Ingenieure, Architekten, Handelschemiker, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, beratende Volks- und Betriebswirte, vereidigten Buchprüfer (vereidigten Bücherrevisoren), Steuerbevollmächtigten, Heilpraktiker, Krankengymnasten, Journalisten, Bildberichterstatter, Dolmetscher, Übersetzer, Lotsen (sogenannte Katalogberufe) und

-den Katalogberufen ähnliche Berufe.


Damit ein Beruf dem Katalogberuf ähnlich ist, muss er in wesentlichen Punkten mit diesem übereinstimmen. Dazu gehört, dass Ausbildung und die berufliche Tätigkeit selbst mit dem Katalogberuf vergleichbar sind. Alle anderen Tätigkeiten, die nicht in § 18 Abs. 1 EStG aufgeführt sind oder zu den "ähnlichen Tätigkeiten" zählen, sind gewerblich, wenn sie nicht zur Land- und Forstwirtschaft gehören. Abgrenzungsschwierigkeiten können sich bei einer gleichzeitigen freiberuflichen und gewerblichen Tätigkeit ergeben.

Übt eine natürliche Person sowohl eine gewerbliche als auch eine freiberufliche Tätigkeit aus, so sind diese steuerlich getrennt zu beurteilen, wenn zwischen beiden Tätigkeiten kein Zusammenhang besteht, so dass die Erzielung sowohl freiberuflicher als auch gewerblicher Einkünfte durch ein und dieselbe Person möglich ist. Besteht zwischen beiden Tätigkeiten ein sachlicher und wirtschaftlicher Zusammenhang ("gemischte Tätigkeit"), kann aber eine einheitliche Beurteilung, d.h. die Annahme eines die gesamte Tätigkeit umfassenden Gewerbebetriebes geboten sein. Einheitliche Einkünfte liegen nur vor, wenn die Tätigkeiten derart miteinander verbunden sind, dass sie sich gegenseitig unauflösbar bedingen. Insoweit besteht für den Freiberufler die Gefahr, durch seine gleichzeitige gewerbliche Tätigkeit insgesamt als Gewerbetreibender eingestuft zu werden. Soll vermieden werden, dass es zu einer einheitlichen Veranlagung kommt, ist dem Finanzamt gegenüber glaubhaft zu machen, dass zwischen beiden Tätigkeiten kein sachlicher und wirtschaftlicher Zusammenhang besteht.

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